Ozonierung: Saubere Luft und keimfreie Oberflächen

  • April 14, 2020

Ozonierung: Saubere Luft und keimfreie Oberflächen

Ozon (O3), ist eine natürliche Form von Sauerstoff in dreifacher Konzentration. Da es instabil und sehr reaktionsfreudig ist, spaltet es bereits nach kurzer Zeit ein Sauerstoffatom ab. Diese so genannte Oxidation ist höchst wirksam, um einen Großteil von Mikroorganismen zu töten. Praktische Anwendungen für diesen Prozess sind die Reinigung von Raumluft und Oberflächen, von Belüftungs- und Klimaanlagen sowie die Trinkwasseraufbereitung oder die Aquarienpflege. Ozon ist pH-neutral, flockt Metalle aus, vernichtet rasch Bakterien und andere organische Verunreinigungen und außer reinem Sauerstoff (O2), der ein wichtiger Teil unserer Atemluft ist, bleiben keine Rückstände übrig.

Die Natur als Vorbild

Jeder kennt das Phänomen: An besonders heißen und schwülen Tagen ist die Luft stickig und mit Schadstoffen angereichert. Ein Gewitter bringt dann Entlastung und nachher wird die Luft wieder als klar und sauber empfunden. Ursache: Durch Blitzschläge wurde Ozon in geringen Konzentrationen gebildet, das wie oben beschrieben wirkt. Der gleiche Effekt tritt beim Urlaub in den Bergen auf, da in großen Höhenlagen die Luft eine geringfügig höhere Ozonkonzentration als im Flachland hat. Das führt dazu, dass die Luft dort im Vergleich klarer und reiner ist.

Bei Anwendungen zur Reinigung der Abluft, oder zur Entkeimung, hat sich die technische Ozonierung (auch Ozonung genannt) als effektive und umweltfreundliche Alternative zu chemischen Prozessen bewährt. Durch ein umweltfreundliches Verfahren entsteht aus dem Luftsauerstoff reines Ozon, das gegen Mikororganismen und unangenehme Geruchsmoleküle wirkt. Außerdem werden andere Desinfektionssysteme wie z.B. die Entkeimung mit direkter UV-C-Bestrahlung unterstützt, weil das Ozon als flüchtiges Gas auch jene Stellen entkeimt, die mit der Strahlung alleine nicht erreicht werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei der Ozonentkeimung gleichzeitig auch intensive Gerüche (z.B. von Mäusen und Ratten, Uringeruch, Verwesungsgeruch etc.) beseitigt werden, die bei der Behandlung mit üblichen Reinigungsmitteln und Lufterfrischern nicht verschwinden.

Praktische Anwendung

Ozongeneratoren werden heute in der Lebensmittelindustrie, in der Autoaufbereitung, bei der Schädlingsbekämpfung, in der Brand- und Wasserschadensanierung und in der Schimmelpilzbekämpfung eingesetzt. Zwei Beispiele: Bei Schimmel greift das Ozon die Zellwände der Sporen an und sprengt sie regelrecht auf. Bei Bakterien wirkt Ozon auf den Stoffwechsel, in dem es Enzyme angreift und zerstört. Generell ist Ozon umso effektiver, je höher die Konzentration und je länger die Einwirkzeit ist. Es müssen also beide Größen berücksichtigt werden.

Einsatzmöglichkeiten – Neutralisierung

  • Modergeruch
  • Heizöl, Dieselgeruch
  • Stechmücken, Fliegen, Motten
  • Holzwürmer, Schaben, Kakerlaken
  • Nikotin
  • Schwefel
  • Wasserschäden
  • Brandschäden, Rauch
  • Küchengerüche
  • Tiergeruch
  • Erbrochenes
  • Buttersäure
  • Milchsäure
  • Milben, Keime, Bakterien, Schimmel u.v.m.
  • Urin, Fäkalgeruch

Richtig angewandt ist Ozon eine hochwirksame und umweltfreundliche Alternative zu chemischen Reinigungsverfahren.

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